Gut durch Halbwüsten, Wüsten und Gebirge im Westen der USA

  Zurück  Home

Wer im Sommer durch den Westen (insbesondere Südwesten) reist, sollte sich auch mal mit dem Thema Halbwüste und Wüste beschäftigen. Gerade wer gar durch die Staaten Arizona und Nevada fährt, sollte einiges beachten. Mobiltelefone gehen in weiten Gebieten dieser Staaten nicht, insbesondere abseits der Hauptrouten!! In einigen Teilen hatte ich nicht mal einen Rundfunksender ran bekommen! Wer hat schon ein Satellitentelefon oder ein weitreichendes Funkgerät am Fahrzeug. Neben Hut und Sonnenschutzmitteln sollte man, raten Experten, im Sommer mindestens 4 Liter Wasser pro Kopf und Tag bei sich haben (Besser ist die doppelte Menge). Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte (eigentlich muss) bei einer Vertrauensperson oder im Hotel hinterlassen, welche Route man fahren wird und wie lange man wegbleiben wird. Eine rechtzeitig einsetzende Suche kann lebensrettend sein! Das ist insbesondere bei Ausflügen zu beachten (z.B. Death Valley!).
Und achten Sie aber auch auf einen anerkannten Verleiher mit Topp-Fahrzeugen. Ein Defekt kann im Hochsommer bei fast 50C tödlich sein, wenn man da auf wenig befahrener Route liegen bleibt, und dann ohne ausreichend Flüssigkeiten ist. Und bedenken Sie, auch eine Klimaanlage kann mal ausfallen!



Flash floods, die größte Gefahr in der Wüste Flash floods, so werden die überraschenden Überflutungen in den Wüsten genannt! Der Wüstenboden kann bei plötzlichen Starkregenfällen das Wasser nicht so schnell aufnehmen. Talsohlen werden so schnell zu reißenden Strömen. Klingt komisch, aber es sind in manchen Gebieten schon mehr Leute ertrunken, als verdurstet.
Solche Starkregenfälle können in den USA zu jeder Jahreszeit plötzlich auftreten. Ich war überrascht, wie rasend schnell das Wetter umschlägt. War nur wenige Meilen vor Las Vegas in einem riesigen Walmart einkaufen. Bei schönem Wetter bin ich rein, und als ich raus kam, schaffte ich gerade noch den Weg zum Wohnmobil. An ein Losfahren war nicht zu denken, da der Regen so stark war, das nicht mal die Ausfahrt vom Parkplatz zu erkennen war. Als wir später in Las Vegas ankamen, hatte es dort nicht mal geregnet!



Verhalten bei Flash floods:

  • Fahrzeuge nicht in Talsohlen parken.
  • Überflute Straßen und Wege nicht versuchen zu durchfahren!
  • Lieber Erhöhungen aufsuchen, als risikoreiche "Wasserfahrten" zu riskieren.

Was sollte man noch beachten?

  • Verlassen Sie Ihr Fahrzeug nie ohne Wasserflasche!
  • Die Amerikaner haben vor allem in diesen Gegenden den Hut nicht etwa nur auf, weil es so schön aussieht, sondern weil er ein wichtiger Schutz vor der starken Sonne ist. Also immer Kopfbedeckung!
  • Nie ohne festes Schuhwerk. Wenn Sie außerhalb des Fahrzeuges sind bedenken Sie, dass es in diesen Gegenden oft auch giftige Schlangen (Klapperschlange) und Skorpione unterwegs sind. Ein Biss in abgelegenen Gegenden kann fatal werden!
  • Fahren Sie nur mit voll getanktem Fahrzeug in diesen heißen Gegenden, wenn Sie von den Hauptrouten abweichen.
  • Wenn Sie in angelegenen Gegenden das Fahrzeug verlassen, bleiben Sie gut zusammen. Es kann viel Zeit und Kraft kosten, jemand Verschwundenen zu suchen. Und auf Hilfe können Sie echt nicht zählen, wenn pro Tag höchsten ein Fahrzeug vorbei kommt.
  • Achten Sie darauf, wenn Sie abseits der Hauptstraßen fahren, dass Sie ausreichendes Kartenmaterial und entsprechendes Hintergrundmaterial haben. Es gibt in diesen Gegenden öfter auch Strecken, die für Motorhomes gesperrt sind. Manche Strecken sind auch reine Off - Road - Strecken und mit normalen KfZ nur bedingt oder überhaupt nicht befahrbar.
  • Wer in den Trockengebieten unterwegs ist, sollte vor einem Sachenwechsel immer mal vorher kurz seine Klamotten gut ausschütteln und insbesondere auch an die Schuhe denken. Es könnte sich nämlich eine Skorpion verirrt haben und so ein Biss kann recht unangenehm werden! Also gut aufpassen.
  • Im Winterhalbjahr bricht hier schnell die Dunkelheit herein, z.B. im Death Valley bei 16:00 Uhr. Sollte man bei der Routenplanung beachten!
  • Achten Sie besonders auf Ihre Motortemperatur! Lieber mal die Klimaanlage abschalten und schwitzen, als den Motor zu überhitzen! In manchen Nationalparks findet man entlang der Hauptstrecken Wassertanks, damit man Kühlwasser nachtanken kann (nicht als Kühlwasser zu gebrauchen!)

Von der Sache her gelten obige Hinweise auch für abgelegene Gebirgsgegenden, die besonders im Winter sehr tückisch sein können. Und führen Sie sich immer vor Augen: Der Wilde Westen ist weit und bei einer Panne kann man meist nicht so schnell mal paar Kilometer bis zur nächsten Ortschaft laufen, wie wir das in Mitteleuropa gewohnt sind. Vor allem, wenn es vielleicht wirklich kochend heiß ist.

 

Zurück Zum Seitenanfang
 


TravelScout24 - Partnerschaft, die sich rechnet