Badeurlaub an der kalifornische Küste? - Strandregeln - Tsunami - Haie

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Aber Vorsicht ist bei der Routenplanung an der kalifornischen Küste angebracht. Man hat zwar sehr schöne Strände, an denen man herrlich an der Strandpromenade bummeln kann, z.B. am Hermosa Beach oder noch besser mit vielen kleinen Läden am Venice Beach (Klasse die vielen Gaukler, die am bevorzugt am Wochenende sehen kann), aber ein reiner Strandurlaub ist nur etwas für Sonnenanbeter!!


Es war für mich auch ein kleiner Schock, als ich im Juli feststellen musste, dass es am Strand wegen des ständigen sehr kühlen Windes aus Richtung Pazifik im Schatten recht ungemütlich war. Eine halbe Stunde unter dem Sonnenschirm im Schatten, und man hat sich freiwillig etwas angezogen oder sich anschließend in der Sonne einen Sonnenbrand geholt, weil man wegen des kühlen Windes gar nicht die Verbrennung bemerkt hat. Das Wasser ist auch wesentlich kühler als z.B. in der gleichen Jahreszeit, wenn man es mit dem Strand von Teneriffa vergleicht. Hervorgerufen wird dieser Effekt durch einen kalten Meeresstrom, der aus Alaska runter kommt. Deshalb sah ich auch sehr wenige Schwimmer im Wasser und alle Surfer hatten Neoprenanzüge an! Dieser Effekt ist in dem wesentlich nördlicher gelegenen San Francisco und dem Badeort Monteray noch ausgeprägter. Das Bild oben zeigt, dass es sehr ungemütlich im Juli am Strand sein kann (mit Nebel und diesigem Wetter), wie hier am Strand in der Nähe von San Francisco.




Alles in allem ist die Westküste der USA zumindest im Juli für einen reinen Badeurlaub meinerseits nicht zu empfehlen. Selbst im  späten Hochsommer wird die Wassertemperatur im Pazifik die 22C nicht übersteigen!! Es sei denn, man findet einen Prominenten, der seinen Swimmingpool zu Verfügung stellt, denn da hat der kühle Pazifik keine Chance und das Wetter mit durchschnittlich 25C ist ideal. Siehe auch meine Strandhinweise auf der Seite Los Angeles!!
Wobei man natürlich das enorme Nord-Süd-Gefälle an der kalifornischen Küste beachten muss. Selbst weiter südlich von Los Angeles Richtung San Diego hat sich dieser kalte Meeresstrom schon deutlich erwärmt. Aber meine Meinung ist: Nach Kalifornien fährt man nicht zum Baden!!



An der gesamten Westküste besteht Hai-Gefahr!! Erst kürzlich (2003 + 2004) ist darauf ein tödlicher Unfall in der Nähe von Morro Bay (Zw. LA und San Francisco) zurückzuführen . Baden Sie vor allem nicht dort, wo Robben in der Nähe sind. Sie sind die Lieblingsspeise der Haie.

Ergänzung als aktuellem Anlass:
Die gesamte Westküste Amerikas ist von Feuerland im Süden bis Alaska im Norden auch Tsunami gefährdet. Zumindest in den Gebieten der USA und Kanadas besteht seit 1948 ein Frühwarnsystem, Pacific Tsunami Warning Center (PTWC). Sollte Tsunami-Alarm ausgelöst werden (am Strand heulen Sirenen, Warnung in Funk und Fernsehen), verlassen Sie die Küstengebiete und suchen Sie unbedingt höher gelegene Stadtteile auf! Ein wesentliches Anzeichen kann sein, dass sich das Wasser von der Küste weit zurückzieht, bevor dann die eigentliche Welle folgt. Seit 1990 gab es im Pazifik 11 Tsunamis.

  • Am Karfreitag (28.3.1964)löst ein Erdbeben vor Alaska an der gesamten Westküste der USA eine Flutwelle aus. In Alaska kommen 107, in Oregon vier und in Kalifornien elf Menschen ums Leben.
  • Am 9 Juli 1958 entstand im Lituya Bay (Alaska) eine 524 m hohe Welle durch einen Erdrutsch. Begünstigt allerdings, weil sich die Welle in einem Fjord bildete und sehr begrenzt wirkte, und das zum Glück in menschenleerem Gebiet.


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