Jetlag und andere Reisekrankheiten - Medikamente - Mitnahme

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Nicht nur lästig - Der Jetlag

Den Jetlag nur als lästiges Problem zu betrachten kann den US-Reisenden schnell zum Verhängnis werden, da es auch da etwas zu beachten gilt. Ganz betroffen sind Urlauber, die an die Westküste der USA reisen und dort ein Fahrzeug ausleihen möchten.

Einige Autoverleiher und fast alle Motorhome - Verleiher rücken ein Fahrzeug erst heraus, wenn man als "europäischer Urlauber" eine Übernachtung an der Westküste nachweisen kann. Damit reagieren die Verleiher auf die Probleme, die viele Urlauber mit der Zeitumstellung haben.
Wie mindere ich die Auswirkungen?
Die Theorie besagt: Bei Reisen Richtung Westen soll man am Vorabend später schlafen gehen, am Tag des Abfluges spät aufstehen und sich am Zielort früh hinlegen. So weit die Theorie, aber der Flugplan kann einem da einiges durcheinander bringen.
Wie erging es mir?
Ich habe es meiner Tochter nachgemacht, die bereits mehrfach geflogen war. Wir sind so in Deutschland los geflogen, dass wir am Zielort Los Angeles gleich frühmorgens angekommen sind. Und dann sich nach der Ankunft nicht etwa hingelegt, sondern raus an die Luft und in der tollen Sonne Kaliforniens kann sich bei soviel Licht kein Melatonin bilden, das ja das "Schlafhormon" ist. Und dabei nicht etwa nur am Strand liegen, sondern gleich richtig im Licht bewegen und ausgiebig spazieren. Bei Bewegung und Besichtigungsspaziergängen kommt bei den vielen Eindrücken keine Müdigkeit auf und am Abend (dann allerdings nicht so spät) sinkt man in einen erholsamen Schlaf und hat am nächsten Tag keine Auswirkungen des Jetlags (Zumindest nicht bei uns.). Falsch ist, sich gleich nach der Ankunft ins Hotelbett zu legen und den hellen Tag zu verschlafen, weil man so ganz schwer in den richtigen Zeitrhythmus kommt.
Theorie:
Sie bestätigt o. g. Vorgehensweise. Gleich in den vollen Trubel und möglichst viel Sonne mitnehmen.
Gewarnt wird allerdings vor Anti-Jetlag-Tabletten mit dem Hormon Melatonin. Zu haben in den USA und über das Internet. Die Nebenwirkungen und Langzeitwirkungen sind noch nicht erforscht!

Was nicht hilft!:
Alkohol! Man sollte schon am Tag vor der Abreise auf Alkohol verzichten. Und selbst nach der Ankunft sollte man ihn erst konsumieren, wenn man einen gewissen Schlafrhythmus wieder gefunden hat.

Reiseübelkeit

Reiseübelkeit kann eine ernste Angelegenheit sein, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Und man kann schon im Vorfeld etwas dagegen tun, wenn man weiß, das man anfällig ist:

Vor dem Flug:

  • Schon bei der Buchung des Urlaubs, bzw. des Flugs, sollte man die Möglichkeit suchen, schon Plätze in der Maschine zu buchen, bei der man über den Flügeln sitzt. Dort wackelt es am wenigsten. Wenn es über Buchung nicht geht, sollte man aber rechtzeitig am Flughafen sein, um wenigstens Bein Einchecken die begehrten Plätze zu ergattern. Noch besser, Vorabendeincheck realisieren.

  • Auch bei Reiseübelkeit gilt: Möglichst schon einen Tag vorher viel schlafen, wenig oder keinen Alkohol und keine schwerverdaulichen Speisen (Bohnen, fetter Fisch oder fettes Fleisch).

  • Ziehen Sie lockere und bequeme Kleidung während der Reise. Wer sich schon von der Kleidung am Boden beengt fühlt, wird sich im Flugzeug nicht besser fühlen. Die Klimaanlagen in Flugzeugen sind häufig zu kühl eingestellt. Lieber immer eine Jacke mitnehmen, auch wenn am Zielort in Las Vegas vielleicht 40C herrschen.

  • Auch Stress kann zur Reiseübelkeit beitragen. Also schon in Ruhe packen und schon vorher alles aufschreiben, was man mitnehmen muss. Nicht erst am Abreisetag prüfen, ob vielleicht Reiseschecks oder Kreditkarten noch genügend Gültigkeit haben. Aber auch an die Reiseapotheke denken, vor allem wenn man regelmäßig Medikamente benötigt. Und noch mal im Punkt Einreisebestimmungen nachschauen, vor allem wegen der Schmerzmittel.

  • Wem schon immer öfter beim Reisen übel wurde, sollte sich Tabletten, Kapseln oder Kaugummi mit den Wirkstoffen Diphenhydramin oder Dimenhydrinat aus der Apotheke mitnehmen. Auch Ingwerwurzelauszüge in Öl oder Kapselform sollen helfen.

  • Sollte sich wegen schwieriger und langwieriger Anfahrt zum Flughafen (bzw. vom Flughafen zum Reiseziel - gerade bei Treckingtouren mit langer Jeepfahrt) und langem Flug eine längere Reisezeit als einen Tag ergeben, sollte man sich vom Arzt ein Pflaster mit dem Wirkstoff Scopolamin verschreiben lassen. Am besten hinters Ohr geklebt wirkt es 3 Tage gegen schwere Reiseübelkeit.

  • Flugangst? Leichte Formen lassen sich mit Beschäftigung bekämpften. Fesselnde Lektüre, Lieblingsmusik hören, also schon vor dem Flug aufpassen. Auch mit dem Sitznachbarn schwatzen hilft, wenn es ihn nicht stört. Wer es kann, sollte Entspannungstechniken wie autogenes Training oder Atemübungen anwenden.
    Schwere Fälle von Flugangst sollte man mit speziellen Kursen oder dem Gang zu einem Psychologen begegnen.

Während des Fluges:
  • In der Flugkabine herrscht ein deutlich niedrigerer Luftdruck als am Boden, was zu einem deutlich geringeren Sauerstoffgehalt in der Luft führt. Schon das kann zu Reiseübelkeit führen.

  • Durch die Klimaanlage ist die Luft fast immer extrem trocken, was insbesondere zum Austrocknen der Schleimhäute führt (Nase, Mund und Augen), aber auch die normale Haut leidet, weil viel Wasser verdunstet wird. Deshalb ganz besonders auf Langstreckenflügen viel,viel trinken, um den Wasserverlust auszugleichen. Am Besten kohlensäurearmes Mineralwasser oder verdünnte Fruchtsäfte. Den berühmten Tomatensaft aber ohne Salz und scharfer Gewürze, damit die Wasserausscheidung nicht noch angeregt wird.

  • Kontaktlinsenträger sollten im Flugzeug lieber die Brille aufsetzen. Wer schon vor dem PC mit trockenen Augen Probleme hat, sollte unbedingt künstliche Tränen aus der Apotheke mitnehmen. Wer eh zu trockener Nase neigt, sollte an Nasentropfen auf Basis Salzwasser denken.

  • Wer schon früher bei einem Flug zu Ohrenschmerzen während des Startens und Landens hatte, sollte in der Apotheke nach speziellen Ohrenstöpseln fragen. In jedem Falle helfen aber auch schönen saure Bonbons, die sich lange lutschen lassen. Durch das häufigere Schlucken kommt es zu einem besseren Druckausgleich in den Ohren und beugt ebenfalls Ohrenbeschwerden vor. Nicht genieren, sondern bei den angebotenen Bonbons kräftig zulangen.

  • Einige Fluggesellschaften (z.B. United Airlines) bieten während des Fluges ein heißes feuchtes Tuch an. Auch wenn die Dinger brühheiß sind, sollte sie man unbedingt nehmen. Vor allem vor Gesicht gehalten und später vorsichtig aufgelegt, geben sie schön Feuchtigkeit ab.

Thrombosegefahr

Nicht nur bei Langstreckenflügen, sondern ein generelles Problem bei Langstreckenreisen (Auch Auto wird unterschätzt!) stellt die Thrombosegefahr dar. Immer wenn man sich wegen Platzmangel nicht richtig bewegen kann und dazu noch Wassermangel durch ungenügendes Trinken hinzukommt, besteht erhöhte Thrombosegefahr. Durch Wassermangel kann auch das Blut eindicken. Wenn es dann noch zu Stauungen im Blutfluss (gerade bei engen Sitzen) kommt, können sich Blutgerinnsel bilden, die lebensgefährlich sind. Und was kann man dagegen tun? Meine Tipps hier:

Vor der Reise:

  • Wer es sich finanziell leisten kann, sollte nicht in der Touristenklasse fliegen. Denn ich der Touristenklasse ist die Beinfreiheit am geringsten.

  • Fluggesellschaft nicht nur nach dem Preis aussuchen. Je nach Gesellschaft sind Maschinen gleichen Typs mit unterschiedlichem Sitzabstand bestuhlt.

  • Schon bei der Buchung des Urlaubs, bzw. des Flugs, sollte man die Möglichkeit suchen, schon Plätze in der Maschine zu buchen, bei der man am Notausgang sitzt. Dort hatman die größte Beinfreiheit. Wenn es über Buchung nicht geht, sollte man aber rechtzeitig am Flughafen sein, um wenigstens Bein Einchecken die begehrten Plätze zu ergattern. Noch besser, Vorabendeincheck realisieren.

  • Stütz- oder Thrombosestrümpfe kaufen. Aber Vorsicht. Größe sollte man sich vom Fachmann anpassen lassen, wenn sie wirklich helfen sollen.

  • Wer bereits durch Venenleiden vorgeschädigt ist, für den sind Stütz- oder Thrombosestrümpfe eigentlich schon Pflicht.

  • Mit dem Arzt sprechen, ob Blut verdünnende Medikamente (Heparin) während der Reise sinnvoll sind. Außer vielleicht einer Aspirin aber keine selbstständigen Experimente. Und selbst bei der Aspirin streiten sich die Experten, ob die Thrombosegefahr gesenkt wird, denn die Blut verdünnende Wirkung soll sich nicht in den Venen auswirken. Aber in den Venen sollen sich ja die Thrombosen ausbilden. Wer Probleme erwartet unbedingt mit dem Arzt vorher reden!

Während des Fluges:
  • Trinken, trinken und nochmals trinken. Die höhere Verdunstung im Flugzeug ausgleichen.

  • Auch wenn es vielleicht andere Mitreisende nervt. Viel Bewegung. Immer mal aufstehen und paar Schritte im Gang machen.

  • Auch beim Sitzen kann man etwas tun. Immer wieder Beine bewegen. Fußspitzen strecken und anschließend wieder Richtung Schienbein ran ziehen. So genannte Venenpumpe aktivieren. Vermeiden: Beine übereinander schlagen. Drückt eventuell Blutgefäße ab.

  • Lebensgefährliche Unsitte: Um nicht öfter auf Toilette zu müssen schon vor der Fahrt möglichst wenig trinken.

Man sollte keine Angst vor dem Flug haben, wenn man die oben genannten Tipps umsetzt.

 

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