Verhalten in Gaststätten und Hotels der USA

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Besucht man in den USA Gaststätten, dann lauern einige Fallen auf den Gast, die es gekonnt zu umschiffen gilt.
Oberster Grundsatz: Vergiss nie eine Jacke mitzunehmen! Selbst in recht einfachen Gaststätten läuft fast immer eine Klimaanlage mit. Dementsprechend kühl ist es. Gerade in Gaststätten holen sich die unkundigen Besucher recht oft unbemerkt ein Erkältung!
Die Frage des Trinkgeldes (Tip) gilt es immer zu beachten, weil in den Preisen der Speisekarte das Bediengeld nicht enthalten ist. Deshalb ist das Tipp kein Almosen, sondern eine echt zu bezahlende Leistung. Tip unter 10% sind eine Frechheit und nur gerechtfertigt, wenn es zu schwersten Pannen bei der Bedienung gekommen ist. Im Allgemeinen ist ein Tipp von 15 - 20% eine durchschnittliche akzeptable Größe. Vorsicht ist jedoch bei Kartenzahlung angebracht!! Dort ist häufig schon ein Mindestbetrag als Tip zugeschlagen, den man dann bei der Bemessung des Tip berücksichtigen sollte. Denn doppelt muss man das Trinkgeld auch nicht zahlen. Deshalb nimmt ihnen eine Kontrolle des Beleges keiner Übel. In guten Restaurants gibt es meist noch einen Abräumer. Nach dem Bezahlen sollte man beim Gehen noch ein kleines Tip von mindestens 1-2 Dollar für den Abräumer liegen lassen.

Extra-Tipp:
Wie das Trinkgeld schnell berechnen, wenn man so um die 15 % geben möchte? Ganz einfach. Auf der Rechnung der Gaststätte ist meist die Mehrwertsteuer angegeben. Bei einer Höhe von 8,25 % (Zurzeit in den USA gültiger Wert.) braucht man diesen Wert nur zu verdoppeln, und schon hat man die Höhe des Trinkgeldes in Höhe von 16,5%.

Beim Betreten einer Gaststätte stürmen Sie nicht gleich auf den ersten freien Platz. Selbst in einfachen Gaststätten ist es meist üblich, dass die Bedienung Sie platziert. Als Faustformel kann gelten, außer in Fastfood - Restaurants werden Sie fast immer platziert! Im Zweifelsfall kurz warten. Im Gegensatz zu Europa, wird man sich um Sie schnell kümmern.

Gaststätte in Beverly Hills
Das gilt natürlich auch für Gaststätten, in denen man im Freien sitzen kann, wie hier beim Restaurant Mc Cormick & Schmick in Beverly Hills. Da studiert man eben schon mal die Speisekarte
Tabu: Sich zu jemanden an den Tisch setzen (Selbst danach zu fragen.).

In Gaststätten ist es üblich nach dem Essen nur noch eine kurze angemessene Zeit zum Austrinken des Getränkes zu sitzen und dann die Gaststätte zu verlassen. Wenn die Bedienung ungefragt zum Bezahlen kommt, dann haben Sie schon zu lange gesessen. Wer längere Zeit sitzen und etwas dazu trinken möchte, muss dann in die meist benachbarte Bar gehen.
Bei einigen Gaststättenketten ist es üblich, dass während des Essens ein leeres Getränkeglas (Cola oder Limo) wieder aufgefüllt wird. Berechnet wird trotzdem nur ein Getränk. Also nicht erschrecken. Übrigens ist -Root Beer- kein Bier, sondern ein alkoholfreier Softdrink!

Kaffeegenießer kommen in den Staaten nicht auf ihre Kosten, denn der in Gaststätten (oder beim Frühstück) ausgeschenkte Kaffee trifft meist nicht unsere mitteleuropäischen Geschmacksnerven, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und es gibt ein weiteres Problem beim Kaffetrinken:
Auch wenn er nicht schmeckt, trinken Sie die Tasse nicht leer! Fast alle Kellner haben das permanente Bedürfnis, Ihnen die Tasse gleich wieder aufzufüllen. Gegenrede zwecklos, es schadet nur den Nerven.

Frühstück:
American Breakfast besteht aus: Speck, kleinen Würstchen, Pfannkuchen, Eierspeisen, Ahornsirup,verschiedenen Brotsorten, Toast, Marmelade, Butter, Fruchtsaft
Eier: Scrambled eggs sind Rühreier. Bei Spiegeleiern gibt es verschiedene Zubereitungsarten Sunny side up ist nicht umgedreht, Over easy is kurz umgedreht und Over medium ist längere Zeit umgedreht. Im Ganzen gekochte Eier findet man selten.

Sie möchten in einer Gaststätte nicht gleich als Ausländer auffallen, dann schneiden Sie Ihr Fleisch in Happen und essen es nur mit der Gabel (Messer weglegen). Das Fleisch zu schneiden und gleich zu essen gilt als rüpelhaft. Das Reden während des Essens gehört in den USA zum normalen Umgangston.

Kleiner Spartipp bei Fastfood - Ketten. Beobachten Sie es einmal. Viele Amerikaner bestellen etwas, lassen es sich einpacken und setzen sich trotzdem dann an einen Tisch. Warum? Essen, welches zum Mitnehmen bestimmt ist, wird um 24 Cent billiger verkauft (hängt mit irgendeiner Steuer zusammen). Selbst Polizisten machen es so, wie ich beobachten konnte. Auf Dauer kommt da etwas zusammen.

Tipp:
Die USA gelten zwar als Dorado des Fastfood. Aber es gibt genügend gute Restaurants, in denen man auch sehr preiswert essen kann, mit wie man sagen würden "gut bürgerlicher Küche", natürlich mit vielen landestypischen Essen. Und die Steaks oder die riesigen gebackenen Kartoffeln muss man einfach mal gegessen haben.

Wer im Raum LA auf die Restaurantketten Dennys (Meist 24h durchgehend geöffnet) oder Sizzler trifft, kann getrost einkehren. Das Essen ist meist sehr gut und die Speisekarten sehr umfangreich. Gut wer im Sizzler einkehrt (Aber auch einige andere Gaststätten machen das), denn dort bekommt man, wenn man ein Getränk für sich bestellt hatte, wie Cola oder ähnliche alkoholfreie Sorten, einmal kostenlos nachgeschenkt, wenn man mit dem Essen noch nicht fertig ist. Ein zweites Mal zum Nachschenken auffordern gilt allerdings als unverschämt. Wer allerdings reichlich gegessen hat, braucht sich wegen des Nachschenkens keine Gedanken machen, der Kellner macht es von allein. Aber eines ist immer gewiss, die Getränke sind eiskalt. Der Eiswürfelverbrauch in den USA sprengt alle Grenzen. Daran muss man sich gewöhnen. Und versuchen Sie gar nicht erst ein Getränk ohne Eis zu bestellen, auf dem Ohr sind eigentlich alle Kellner "taub".

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Höflichkeit der Kellner. Häufig stellt er sich sogar mit Namen vor. Wenn er merkt, Sie sind ausländischer Tourist, wird er sehr häufig an den Tisch kommen und fragen, ob er Ihnen helfen kann. Auch wenn Sie keine Hilfe benötigen und vielleicht schon genervt sind, trotzdem immer schön lächeln. Die Chefs haben es ihm so angeordnet. Und wenn Sie der Kellner nach dem -Entree- fragt, meint er die Bestellung des Hauptganges. Die Vorspeise ist der -Appetizer-. Wenn Sie jugendlich aussehen und Alkohol bestellen, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn man von Ihnen den Ausweis sehen will. Ist dort so üblich.
Bei der Bestellung von Steaks sollten Sie sich die Begriffe -Rare- (blutig), -Medium- (rosa) und -Well Done- (durch) merken

Selbst in besseren Restaurants ist es üblich, dass der Kellner Reste des Essens für Sie einpacken lässt. Interessant, wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist, da die Portionen meist sehr üppig ausfallen, dass man es meist nicht schafft.

Wenn Sie in ein Diner eingeladen werden, dann ist das nicht etwa ein feines Restaurant, sondern hier werden hauptsächlich Burger und Hot Dogs angeboten.

Discotheken und Bars darf man nur betreten, wenn man mindestens 21 Jahre alt ist. Es gibt zwar Ausnahmen, wo es auch mit 18 Jahren erlaubt ist, dann muss man aber meist ein Armband als Kennzeichen tragen (Beschränkter Alkoholausschank)!!

Wenn sie bei einigen Gaststätten die Bezeichnung -BYO- sehen, dann hat die Gaststätte keine Lizenz zum Alkoholausschank. Eigene Getränke werden erlaubt (Bring Your Own).

Und jetzt guten Appetit.

Restaurants in Los Angeles:
Was mir insbesondere in Los Angeles aufgefallen ist, dass viele Restaurants bereits um 22:00 schließen. Nach dieser Zeit muss man in einigen Bars oder einfachen Schnellrestaurants (Imbiss) nach etwas Essbarem suchen. Der "normale" Kalifornier geht in LA bereits zwischen 18:00 und 19:00 zum Essen.



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